
DELLNHAUSER MUSIKANTEN
Das Bayerische Fernsehen über die Dellnhauser Musikanten:
"Hört man Hallertau, denkt man an Hopfen und Bier. Aber es gibt auch noch etwa anderes typisches aus dieser Region:
Die Dellnhauser Musikanten.
Mit ihrem unverwechselbaren Klang haben sie diese Gegend bekannt gemacht. Ihre Schottischen, Landler und Zwiefachen werden inzwischen in aller Welt gehört. 2008 feierte die Gruppe ihr 60jähriges Bestehen......"

60-JÄHRIGES JUBILÄUM
Im Jahr 2008 feierten die Dellnhauser Musikanten ihr 60-jähriges Bestehen.
Aus diesem Grund haben die Dellnhauser Musikanten in Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Rundfunk und dem Hopfenmuseum Wolnzach einen Tonträger mit dem Titel "Hopfa-Musi" produziert.
Etwas zu unserer Geschichte -
Die Wurzeln der Dellnhauser Musikanten
Der erste öffentliche Auftritt der Dellnhauser Musikanten fand am Kirchweihsonntag 1948 statt.
Die Musikgruppe entwickelte sich seit 1946 aus dem Familientrio der drei Eberwein-Brüder:
• Michl (geb. 1929-1998 * Akkordeon / Klavier)
• Wendl (1923-1968 * Kontrabass / Gitarre) und
• Adi (1928-1988 * Klarinette / Saxophon)
Anfangs wurde für die Dorfjugend und für die amerikanischen Besatzungssoldaten zum Tanz aufgespielt. Beim ersten öffentlichen Ball auf Kirchweih 1948 spielten die Musikanten bereits in einer Quintettbesetzung auf:

1. und 2. Klarinette, Es- und B-Saxophon, Harmonika, Kontrabass und Schlagzeug. Kennzeichnend für die Musik der Nachkriegszeit war das Nebeneinander von überlieferter Volksmusik und modernen Tanzrhythmen. Bereits damals sorgten die Dellnhauser für neue Akzente und entwickelten ihren eigenen, auffallenden Musikstil.
Die ersten Rundfunkaufnahmen
Die ersten Rundfunkaufnahmen mit der Volksmusikbesetzung der Dellnhauser reichen in das Jahr 1949 zurück.
Am 14. Mai 1950 hörte man sie in Verbindung mit der damals schon bekannten Gesangsgruppe Eberwein, die von Vater Josef Eberwein (1895-1981) 1925 gegründet worden war, erstmals in einer Sendung des Bayerischen Rundfunks.
Die Volksmusikgruppe bestand aus zwei Klarinetten, Trompete, Harmonika und Baßgeige.
Die Erweiterung mit einer 2. Trompete und einem Bariton, die heutige Dellnhauser- Besetzung, erfolgte 1952.
Zahlreiche Rundfunkaufnahmen und Fernsehproduktionen, die Zusammenarbeit mit namhaften Volksmusik- und Volkstanzpflegern wie Wastl Fanderl, Erna Schützenberger und Georg Kauffmann, mit den Volkssängern Jackl Roider, Georg "Schorsch" Blädel und Maxl Graf, mit den Schauspielern Liesl Karlstadt, Ludwig Schmidt-Wildy und Michl Lang machten die Dellnhauser Musikanten weit über die bayerischen Grenzen hinaus bekannt.
Ihren Erfolg verdanken sie ausschließlich ihrem perfekten und eigenständigen Musizierstil.
Allein von 1952 bis 1992 haben die Dellnhauser Musikanten 152 Titel bei der Abteilung Volksmusik des Bayerischen Rundfunks eingespielt. Zusätzliche 90 Titel wurden von der Gesangsgruppe Eberwein aufgenommen.
Darüber hinaus kann Michl Eberwein sen., Gründer der Gruppe, auf 19 Tonträger mit insgesamt 150 Titel verweisen.
Neben drei Liederbüchern aus dem Repertoire der Gesangsgruppe ist eine achtbändige Notenreihe mit dem Titel "Bayerische Tanzboden-Musi" bei "effel-music münchen" veröffentlicht.
Generationenwechsel
In den beinahe 50 Jahren, die Michl Eberwein und seine gleichaltrigen Musikantenkollegen erlebten, gab es selbstverständlich auch personelle Umbesetzungen, sei es aus beruflichen Gründen oder der traurigen Tatsache wegen, dass auch Musikantenherzen nicht ewig schlagen.
Während der 80er Jahre erfolgte ein sanfter Generationswechsel, unter die altbekannten Gesichter mischten sich neue, damit die Tradition der Dellnhauser Musikanten in gewohnter Qualität fortgeführt werden konnte.
Am 27. Mai 1998 verstarb Michl Eberwein sen. Seine Musik jedoch wird weiterleben, dafür hat er zu Lebzeiten gesorgt.
Die Leitung der Dellnhauser Musikanten hat mittlerweile sein Sohn Michael Eberwein jun.übernommen.
Viele Auftritte führten die Dellnhauser Musikanten ins Ausland. Nach Österreich, Italien, in die Schweiz, nach Frankreich, Schweden, Indonesien, Japan und in die USA.